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aluta berät 400 Mio € Energieeffizienzauftrag
22.09.2011
Imtech betreut Post-Filialen
Energieeinsparung als Ziel
Die Filialen der Deutschen Post kommen nun auch im Rahmen der technischen Betreuung in internationale Hände. Künftig wird die Haustechnik im Wesentlichen von dem niederländischen Ort Gouda aus gesteuert: Die Imtech-Gruppe soll sich um den zentralen Einkauf von Strom und Heizmaterial sowie die Wartung und Optimierung der gesamten Energietechnik kümmern. Die Immobilien selbst, meist abseits der besten Lagen zu finden, gehören seit 2008 dem amerikanischen Finanzinvestor Lone Star, der sie für rund eine Milliarde Euro gekauft und dann für geschätzte 85 Millionen Euro im Jahr an die Deutsche Post zurück vermietet hat.
„Das Projekt ist das bislang größte Outsourcing-Vorhaben dieser Art in Deutschland", sagt Alexander Gnann, Geschäftsführer der aluta Wärmetechnik Berlin. Sie hatte im Auftrag von Lone Star das Vergabeverfahren organisiert, das nach Angaben aus Branchenkreisen ein sehr lebhaftes Echo auf dem hart umkämpften Markt hervorrief. Neben Konzernen wie Hochtief, Strabag, RWE und Eon tummeln sich in Deutschland zahlreiche kleine und mittlere Anbieter, die sich allesamt gern einen Teil des Auftrags gesichert hätten. Immerhin geht es um ein Gesamtvolumen von rund 400 Millionen Euro und eine auf etwa 800 Gebäude verteilte Bewirtschaftungsfläche von 1,7 Millionen Quadratmetern.
Ursprünglich hatte Lone Star sogar 1300 Liegenschaften übernommen, darunter viele Altbauten aus Vorkriegszeiten. Doch weil die Post die meisten eigenen Filialen in Partneragenturen mit Einzelhandel umwandelt, Verwaltungen zusammenlegt und kleinere Sortiereinrichtungen schließt, hat sie sich aus einem Teil des Bestandes zurückgezogen. Die Modernisierung der Haustechnik und die Bündelung des Einkaufs sollen die Heiz- und Stromkosten der weiterhin selbstgenutzten Immobilien deutlich reduzieren. Als Faustgröße für die Kostenersparnis gelten 5 Prozent. Aus Sicht der Post ist auch die ökologische Komponente von Bedeutung. Insgesamt soll der Kohlendioxid-Ausstoß um 17 000 Tonnen im Jahr, etwa ein Zehntel des bisherigen Niveaus, sinken.
Aus: FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG, bü. BONN, 14. April

